CBD Öl 10% | CBD Öl kaufen | Tropfen | OEL

Ätherische Öle werden oft in der Aromatherapie eingesetzt. Ihnen wird neben stimmungsbeeinflussenden Wirkungen oft auch eine medizinische Wirkung zugeschrieben. Die Aromatherapie wird zumindest im Randbereich der Alternativmedizin zugerechnet. Das sehen Schulmediziner kritisch. Einige der propagierten gesundheitsfördernden Effekte werden kontrovers diskutiert.

Was sind ätherische Öle?

Bei ätherischen Ölen handelt es sich um konzentrierte pflanzliche Extrakte oder Essenzen. Sie haben eine einzigartige aromatische Note, die durch einen Destillationsvorgang oder mechanisches Auspressen erzielt wird. Chemische Extraktionsmethoden beeinträchtigen die empfindlichen Inhaltsstoffe. Daher sprechen wir bei chemisch gewonnenen Ölen nicht mehr von reinen essenziellen Ölen. Die gewonnenen Pflanzenextrakte werden mit einem Trägeröl vermischt, und in kleine Fläschchen abgefüllt.

Wie werden ätherische Öle verwendet?

Die häufigste Verwendung von hochwertigen ätherischen Ölen ist die in der Aromatherapie. Die Anwendung auf der Haut ist machbar. Zu beachten ist das hohe Sensibilisierungspotenzial solcher Essenzen. Bisher gibt es nur wenige Studien darüber, wie die einzelnen Inhaltsstoffe einer Pflanzenöl-Essenz im Körper wirken. Einige der Inhaltsstoffe können anscheinend über die Haut absorbiert werden. Die meisten wirken inhalatorisch. Offensichtlich kann die Absorptionsquote verbessert werden – zum Beispiel, indem man die Haut erwärmt.

Die Inhalation solcher Essenzen durch die Verteilung mit einer Aromalampe stimuliert bestimmte Areale im limbischen System. Die Wirkung von ätherischen Ölen kann anregen oder beruhigen. Düfte können Gefühle beeinflussen, Erinnerungen wecken, den Atem beruhigen, wacher machen oder den Blutdruck senken. Über medizinische Wirkungen ätherischer Öle gibt es nur wenige Studien. Bisher sind über 90 verschiedene ätherische Öle bekannt. Einigen der ätherischen Öle wird ein gesundheitlicher Nutzen zugesprochen, beispielsweise verbindet man

  • Pfefferminzöl mit verdauungsfördernden und energetisierenden Eigenschaften
  • Lavendel mit Beruhigung und Stressreduktion
  • Bergamotte-Öl mit Stressreduktion und Hautverbesserung bei Ekzemen
  • Rosenduft mit Stimmungsaufhellung und Angstlösung
  • Sandelholzduft mit Nervenberuhigung und Fokussierung
  • Jasmin mit Libido-Anregung und antidepressiven Wirkungen
  • Kamille mit Stimmungsaufhellung und Entspannung
  • Teebaumöl mit anti-infektösen und immunstärkenden Eigenschaften
  • Ylang-Ylang mit Kopfschmerzlinderung und Anwendungen bei Übelkeit
  • oder Zitrus-Düfte mit Stimmungsaufhellung und Anregung.

Gesundheitliche Nutzungen von ätherischen Ölen

Obwohl ätherische Öle vielfach mit einem gesundheitlichen Nutzen verbunden werden, gibt es bisher kaum Studien, die das bestätigen. Dennoch sind einige der Verwendungen bereits verifiziert. Viele Menschen nutzen bei Angstzuständen oder Depressionen ätherische Öle zur Stimmungsverbesserung und Entspannung. Die Resultate der Aromatherapie sind entsprechen positiv. Sie bestätigen die Effekte von ätherischen Ölen auf die Beeinflussung von Stimmungen. Schwierig ist an Studien zum Thema aber, sie wertneutral und verifizierbar zu halten. Als kürzlich 201 Studien zum Thema auf ihre Relevanz untersucht wurden, fanden sich darunter nur zehn Studien, deren Ergebnisse belastbar waren.

Zwei Studien aus den Neunzigern befassten sich mit der Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne mittels ätherischer Öle. neben Pfefferminzextrakten erwiesen sich auch Sesamöl, Kamille oder Lavendel als ähnlich effektiv. Schlaflosigkeit und Schlafwandeln können der Aromatherapie nach mit Lavendelduft bekämpft werden. Die Auswertung von 15 Studien zum Thema ergab, dass die Inhalation ätherischer Öle tatsächlich schlaffördernd, beruhigend und entspannend wirken kann. Andere ätherische Öle können nachweislich einen positiven Einfluss auf Entzündungen haben. Zum Teil handelt es sich aber um Tierstudien. Zudem werden keine Aussagen darüber getroffen, wie gefährliche die häufige Nutzung konzentrierter ätherischer Öle in Bezug auf eine ungewollte Sensibilisierung auf Duftstoffe ist.

Ein starkes Interesse gibt es derzeit an ätherischen Ölen, die antibiotische und antimikrobielle Wirkungen haben. Die immer häufiger auftretenden Antibiotikaresistenzen erfordern weitere Forschungsvorhaben in jede Richtung. Vom Teebaumöl oder Pfefferminzöl weiß die Forschung bereits, dass diese antibakterielle Wirkungen haben. Daher liegt es nahe, dass einige der ätherischen Öle einen medizinischen Nutzen haben. Wie, wogegen und warum sie wirken, ist aber noch weitgehend unbekannt.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten für ätherische Öle

Jenseits medizinischer Nutzungen oder der Aromatherapie beduften Menschen ihre Wäsche oder ihre Räume mit ätherischen Ölen. Sie träufeln Essenzen in selbstgemachte Kosmetika ein, oder nutzen sie, um Insekten fernzuhalten. Wichtig ist die hohe Reinheit und Qualität der verwendeten Öle. Fakt ist, dass viele ätherische Öle heutzutage mittels industrieller Methoden hergestellt werden. Die Qualität ist daher nicht durchgängig hoch. Gute Qualität ist teuer.

Ätherische Öle sollten frei von anderen Begleitstoffen und Chemikalien sein. Zu beachten ist das hohe Sensibilisierungspotenzial bei täglicher Benutzung. Ätherische Öle können Asthmaanfälle auslösen, Hautjucken verursachen, Kopfschmerzen auslösen und zu Allergien gegenüber Duftstoffen führen. Teebaumöl ist ein hoch wirksames natürliches Pestizid. Viele ätherische Öle enthalten Terpene, die allergieauslösend wirken können. Manche ätherischen Öle können tödlich wirken, wenn sie oral eingenommen werden.

Verschiedene Öle mit Cannabis-Gehalt

Viele Erstbenutzer wissen nicht, mit welchem Produkt sie erste Erfahrungen mit Hanf-Öl machen können, und was sie damit erwartet. Es finden sich in verschiedenen Onlineshops CBD Öl Tropfen, CBD Öl, CBD Paste, Hanföl, Cannabisöl und andere Bezeichnungen für CBD-haltige Produkte. Das schafft Verwirrung. Wer CBD Öl kaufen möchte, weiß oft nicht, wie er sich unter all den Angeboten orientieren soll. Fakt ist, dass die unterschiedlichen Bezeichnungen nicht unbedingt Synonyme für dasselbe sind, sondern eigenständige Produkte bezeichnen. Jedes Cannabis-Produkt hat seine eigenen Verwendungszwecke. Es eignet sich daher nicht für dieselben Nutzungen.

CBD ist eines von etwa 104 im Hanf enthaltenen Cannabinoiden. Während der THC-haltige Hanf als Marihuana bekannt, und somit illegal ist, ist der CBD-haltige Nutzhanf mit einem geringem Gehalt an THC gesegnet. Das macht ihn umso interessanter für die medizinische Industrie. Seit der Legalisierung von CBD in einigen Staaten boomt der Markt an medizinischen Hanfprodukten. Cannabidiol gehört neben dem Tetrahydrocannabinol zu den bekanntesten und am besten erforschten Cannabinoiden.

Dank des naturgegebenen Endocannabinoid-Systems, und entsprechender in Körper vorhandener Rezeptoren, haben alle Säugetiere eine besondere Empfänglichkeit für Cannabinoide. Diese natürliche Empfänglichkeit spielt bei der Nutzung von medizinischen Hanfprodukten, sowie bei ihrer erstaunlichen Wirkungsbreite eine wichtige Rolle. Der menschliche Organismus kann selbst Cannabinoide herstellen, um damit zahlreiche Regulationsprozesse im Körper zu steuern.

Was wird unter der Bezeichnung CBD-Öl verkauft?

CBD-Öl darf als der derzeit meistverkaufte Artikel unter den CBD-Produkten gelten. Das Öl mit einem 5-, 10- oder 15-prozentigen CBD-Gehalt gilt als DAS Einsteigerprodukt schlechthin, wenn es um die medizinische Nutzung von Cannabidiol (CBD) geht. Der Grund für diesen Boom legt in gesteigerten Interesse, der dem medizinischen Hanf entgegengebracht wird. CBD-Öl wird zu medizinischen Zwecken und als Nahrungsergänzung gerne genutzt. Es ist in niedrigen Dosierungen zudem bezahlbar. Daher würden viele Erstkonsumenten ein CBD Öl kaufen.

Um allen Missverständnisse vorzubeugen: CBD-Öl darf in Deutschland laut Gesetzgeber nur einen maximalen Restgehalt von 0,2 Prozent THC enthalten. Da CBD die berauschende Wirkung dieses

Restgehaltes aufheben kann, ist faktisch kein CBD-Gehalt mehr gegeben. Dennoch kann auch dieser geringe Restgehalt zur Verhaftung in den Ländern führen, in denen alle Cannabinoide als Droge angesehen werden, und verboten sind. Was bei uns legal ist, muss es anderswo noch lange nicht sein. Hochwertiges CBD-Öl wird durch ein aufwendiges, überkritisches Extraktionsverfahren unter Verwendung von Co2 hergestellt.

Genutzt werden dafür die THC-armen Hanf-Blüten und Blätter aus weiblichen Nutzhanfpflanzen. Diese schonende Extraktionsmethode extrahiert das Cannabidiol unter Druck aus dem Hanf. Im Ergebnis ist im CBD-Öl noch alles an Stoffen enthalten, was wertvoll ist: Terpene, Flavonoide, andere Cannabinoide, sekundäre Pflanzenstoffe und natürliche Hanf-Aromen. Doch erst die anschließende Decarboxylierung verwandelt die säureähnliche CBD-Vorstufe CBDa in CBD. Der frisch gewonnene CBD-Extrakt wird nun mit Hanfsamen-, Oliven- oder Kokosnussöl als Trägeröl zum eigentlichen CBD-Öl verarbeitet. Durch das Trägeröl kann das CBD besser aufgenommen werden, da es nicht wasser-, sondern fettlöslich ist.

Die beste Einnahme ist die sublinguale, also das Träufeln des CBD-Öls unter die Zunge. So kann das CBD-Öl über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Bei der Passage durch den Darmtrakt würde ein beträchtlicher Teil des CBD-Gehalts in der Leber neutralisiert werden, und in der Wirkung verloren gehen. Bei CBD-Öl scheiden sich die Geister am verwendeten Trägeröl. Viele Konsumenten empfinden Hanföl als unangenehm. Sie kaufen lieber CBD-Öl-Produkte mit Kokos- oder Olivenöl als Trägeröl. Mindestens ein Anbieter aromatisiert sein Trägeröl für CBD mit Pfirsich-Aroma.

Für welche Verwendungen eignet sich CBD-Öl?

Wie bereits erwähnt, verfügen Säugetiere und Menschen über ein körpereigenes Endocannabinoid-System. Der Organismus kann eigene Cannabinoide herstellen. Er nutzt diese für zahlreiche Regulationsprozesse. Dafür sind über den gesamten Körper verteilt entsprechende Rezeptoren vorhanden. Diese erklären auch die enorme Wirkungsbreite von CBD-Öl. Manche Menschen kaufen CBD Öl als Nahrungsergänzung. Andere würden CBD Öl kaufen, um Krankheitsbeschwerden oder Funktionsstörungen zu behandeln. Wer den Geschmack von CBD-Öl so gar nicht mag, kann auf CBD Kapseln ausweichen, oder mit inhalierbaren CBD Liquids vapen. In der Regel nutzen die Menschen CBD-Öl als Begleittherapie zur schulmedizinischen Behandlung. Bisher findet CBD-Öl sich in Verwendungen bei

  • Spastiken oder Krampfanfällen
  • Epilepsie
  • Multipler Sklerose
  • neurologischen Störungen
  • Diabetes
  • Parkinson
  • Demenz und Alzheimer
  • Schizophrenie
  • Arthrose-Beschwerden und anderen Schmerzen
  • Migräne
  • posttraumatischen Störungen
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Krebserkrankungen

und anderen Erkrankungen in Verwendung.

Langzeitstudien zu den überzeugendsten Anwendungen, oder zu krankheitsspezifischen Mindest-Dosierungen fehlen aber noch. Außerdem sind viele Schulmediziner noch sehr skeptisch, was eine (begleitende) Therapie mit CBD-Öl angeht. Ähnliches gilt für Tiermediziner. Trotzdem gehört CBD-Öl zu einem der vielversprechendsten Therapieansätze der Neuzeit, weil damit viele Symptome erfolgreich gelindert werden können – und zwar weitgehend nebenwirkungsfrei. Inwieweit ein CBD-Präparat mit höherem THC-Gehalt eine noch bessere Wirkung entfalten würde, muss noch erforscht werden.

Was unterscheidet das Hanfsamen-Öl davon?

Hanfsamen-Öl oder Hanföl entsteht aus Hanfsamen, nicht etwa aus den Blättern und den Blüten einer Hanfpflanze. Hanfsamen werden auch als “Hanf-Nüsschen” bezeichnet. Diese werden meistens ohne Hitzeeinwirkung kalt gepresst. Geeignet für die Herstellung von Hanfsamen-Öl sind ebenfalls die THC-armen Nutzhanfpflanzen. Sie enthalten den höchsten CBD-Anteil in den Samen. Zudem produzieren sie mehr Samen. Die meisten Hanfsamen-Öle entstammen folglich dem Nutzhanf.

Hanfsamen-Öl kann – je nach gewähltem Verarbeitungsprozess – durch den Chlorophyll-Gehalt leicht grünlich aussehen. Es hat bei der Verwendung ungeschälter Hanfsamen einen leicht bitteren, etwas nussartigen Geschmack. Wird das Hanfsamen-Öl aus geschälten Hanfsamen hergestellt, ist es geschmacks- und farbneutraler.

Hanfsamenöl wird wegen des hohen Anteils an essentiellen Fettsäuren als hochwertiges Speiseöl angesehen. Enthalten sind beispielsweise Linolsäure und Linolensäure, bzw. Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren. Da der menschliche Organismus diese nicht von alleine synthetisieren kann, müssen sie regelmäßig mit der Nahrung, oder über Nahrungsergänzung zugeführt werden. Hanfsamenöl stellt in diesem Zusammenhang für Veganer und Vegetarier eine pflanzliche Alternative zum Fischöl dar.

Hanfsamenöl kann als Salatöl, Nudelzutat oder in anderen Verwendungen gute Dienste für die Gesundheit leisten. Braten oder Frittieren sollte man damit aber nicht. Bei höheren Temperaturen zersetzen sich die wertvollen Fettsäuren nämlich. Häufig wird Hanfsamen-Öl als natürliches Trägeröl für CBD-Öle oder -tropfen verwendet. In diesem Fall sind medizinische Nutzungen – wie oben angegeben – möglich. Diese Nutzungen werden durch die wertvollen Eigenschaften des Hanföls ergänzt. Auch industrielle, kosmetische oder lebensmittelbezogene Nutzungen finden sich für Hanfsamen-Öl bereits.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Cannabisöl"?

Für Cannabisöl werden als Synonyme auch Begriffe wie “Haschischöl”, “THC-Öl” oder “Rick Simpson-Öl” verwendet. Es handelt sich hier um ölige Extrakte, die aus Hanfblüten und Blättern THC-haltiger Hanfsorten hergestellt werden. Enthalten sind hier also deutlich mehr als die in Deutschland legalen 0,2 Prozent THC, die in einem CBD-Öl vorliegen dürfen. Der höhere THC-Gehalt rückt das Cannabisöl automatisch in die Nähe einer Rauschdroge und das Betäubungsmittelgesetz. Herstellung und Besitz von THC-haltigen Cannabisölen sind in Deutschland strafbar.

Neben viel CBD und einem hohen THC-Gehalt sind im Cannabisöl auch alle anderen in Hanfpflanzen enthaltenen Cannabinoide enthalten. Die meisten haben keine Rauschwirkung, sondern sind eher dem medizinischen Hanf zuzurechnen. Cannabisöl-Extrakte enthalten das gesamte Spektrum an Inhaltsstoffen, die eine Cannabis-Pflanze mit sich bringt. Auch deswegen gilt Cannabis- oder Haschischöl als das wirkungsvollste unter den Ölen, die aus Hanf hergestellt werden können.

Nichtsdestotrotz fallen alle Cannabisöle wegen ihres THC-Gehalts, der jenseits der Legalität liegt, grundsätzlich unter das Betäubungsmittelgesetz. Im Grunde ist Cannabisöl auch gar kein echtes Öl, sondern eher eine Paste, die durch Alkoholreduktion, oder eine andere lösemittelbasierte Reduktion entstanden ist. Nicht zu verwechseln ist dieses illegale Produkt mit der legal erhältlichen CBD Paste. Diese enthält viel CBD, aber nur einen erlaubten Restgehalt von maximal 0,2 Prozent THC.

Zur Herstellung von Cannabisöl

Die Herstellung von Cannabisöl geschieht unter Verwendung von hochprozentigem Lebensmittelalkohol. In diesem Lösungsmitteln werden die zerkleinerten Pflanzenteile der Cannabispflanze eingelegt. Durch Reibung und Bewegung der Pflanzenteile gelangen dann die

enthaltenen Cannabinoide in das Lösungsmittel. Außerdem lösen sich dabei Trichome mit Pflanzenharz in das alkoholische Lösungsmittel. Dieses muss nach Beendigung des Extraktionsprozesses mehrfach gereinigt werden. Dabei werden die festen Pflanzenteile aus der alkoholischen Lösung so gut wie rückstandsfrei entfernt.

Als Filter-Ergebnis liegt eine grünlich gefärbte, wässrig aussehende Lösung vor. Nun muss der darin enthaltene Alkohol weitestgehend verdampft werden. Die Temperatur darf bei diesem Prozess nie über 140°Celsius liegen, da sonst auch die Cannabinoide geschädigt werden. Schließlich sammeln sich die erwünschten Inhaltsstoffe am Boden des Behälters, der erhitzt wurde. Es liegt nun eine dickflüssige Cannabis-Paste vor. Diese wird zwecks besserer Dosierung in eine spezielle Spritze gefüllt.

Cannabisöl kann jedoch auch in Kapselform vorliegen – nicht zu verwechseln mit den legal erhältlichen CBD Kapseln, deren THC-Gehalt unterhalb von 0,2 Prozent liegen muss. Cannabisöl-Kapseln enthalten beträchtlich mehr THC. Sie sind in den meisten Ländern der Erde somit nicht legal. Bisher gestatten nur sehr wenige Staaten die Nutzung von Cannabisöl, oder ähnlichen THC-haltigen Rezepturen. Um geschmackliche Neutralität herzustellen, wird die Cannabispaste oft mit einem geschmacksneutralen Trägeröl – meist Kokosöl – vermischt.

Inwieweit ist Cannabisöl interessant für pharmakologische Verwendungen?

Diese Frage ist sehr berechtigt, denn ein höherer THC-Gehalt hat bei manchen medizinischen Verwendungen durchaus einen hohen Nutzen. Daher interessiert sich auch die Pharmaindustrie für Medikamente mit CBD-und THC-Gehalt. Bisher wurden mehrere rezeptpflichtige Präparate zugelassen, die insbesondere bei bestimmten Krebserkrankungen oder schwerer Epilepsie bei Kindern verordnet werden können.

Das Interesse der Pharmariesen an Cannabisöl und ähnlichen Produkten beruht einerseits auf den nebenwirkungsarmen Wirkungen, aber andererseits sicher auch auf den lukrativen Einnahmen, die sich damit generieren lassen. Zudem können durch die Entwicklung solcher Präparate auch Studien über deren Wirkung vorgenommen werden. Zu den bekanntesten Medikamenten, die sowohl THC, als auch CBD in interschiedlichen Anteilen enthalten können, gehören das THC-CBD-Spray “Sativex” oder das reine THC-Präparat “Dronabinol”.

Solche Cannabis-Präparate sind derzeit nur auf Kassen- oder Privatrezept erhältlich – und das auch nur bei strengsten Indikationen. Problematisch ist, dass es noch keine Langzeitstudien mit ausreichend hohen Probandenzahlen über diese Medikamente oder Cannabisöle gibt. Daher genehmigen die Krankenkassen auch nicht für jedes Hanf-Präparat die Kostenübernahme. “Sativex” ist seit 2011 ausschließlich für die Behandlung von Spastiken durch Multiple Sklerose zugelassen. Es muss vom behandelnden Facharzt verordnet werden, und kann dann in einer Apotheke gekauft werden.

Cannabisöl ist derzeit wegen des Mangels an Legalität nicht im Handel zu finden. Die eigene Herstellung ist möglich, aber gemäß des Betäubungsmittelgesetzes eine Straftat. Der therapeutische Nutzen von THC-haltigem Cannabisöl läge bei einer Vielzahl an Erkrankungen und Störungen. Gerade der höhere Gehalt an THC erweitert die Nutzungsbreite. Von daher steht zu hoffen, dass Cannabisöl eines Tages legal als Begleitmedikament, oder nebenwirkungsarme Therapieergänzung zugänglich gemacht wird. Viele Patienten empfinden aber gerade die berauschenden Wirkungen des THCs als störend. Sie greifen daher absichtsvoll zu einem CBD-Öl mit einem geringen Restgehalt an THC.

Wer das CBD-Öl aus geschmacklichen Gründen nicht mag, probiert es mit CBD Kapseln. Diese haben zwar den Vorteil geschmacklicher Neutralität. Ein beträchtlicher Teil des CBDs in den Kapseln geht allerdings bei der Passage durch den Verdauungstrakt verloren. Möglicherweise erkennt die Leber es als nicht benötigten Überschuss der körpereigenen Cannabinoide, und neutralisiert es fälschlicherweise. Gegebenenfalls muss daher nach der Eingewöhnungsphase eine Dosiserhöhung erwogen werden.

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